Qualitätsmanagement


Im Standardwerk der Perl-Programmierer findet man diese Worte:

We will encourage you to develop the three great virtues of a programmer: laziness, impatience, and hubris.

Larry Wall, Programming Perl (1st edition)

Nun hat Meister Wall recht genaue Vorstellungen davon, wie diese Tugenden auszuleben sind:

Faulheit
Die Eigenschaft, große Energie darin zu investieren, insgesamt mit weniger Aufwand auszukommen. F. führt somit zu nützlichen Programmen, die Arbeit sparen und mühsame Abläufe automatisieren. Sie führt auch zu lesbarer, verständlicher und aktueller Dokumentation, damit man die gleichen Fragen nicht immer wieder beantworten muss. Siehe auch Prinzipien wie DRY — don't repeat yourself.
Ungeduld
Wut über Dummheit und Unzulänglichkeit bei den Dingen, die dein Computer tut. Sie macht es dir unmöglich, einfach zu akzeptieren, dass eine Software etwas nicht tut, von dem du annehmen musst, das jeder (oder: du — siehe auch Selbstüberschätzung) es von ihr erwarten würde.
Selbstüberschätzung
Stolz auf die eigene Arbeit, bis hin zur überhöhten Personifizierung. Dadurch entsteht der Wunsch, dass andere über deine Arbeit nicht schlecht reden, was zu liebevoller Planung, peinlich genauer Ausführung und ordentlicher Wartung führt.

Wer nach diesen Grundsätzen entwickelt oder programmieren lässt, kommt ganz von allein auf die Idee von konsistenter Anforderungsverwaltung, kurzen Entwicklungszyklen, automatisierten Builds & Tests, Releaseplanung und Versionsverwaltung. Wer aber Aufwände minimiert, überflüssige Arbeit einspart, Missverständnisse & Vergessen vermeidet und Erwartungen erfüllt, der liefert Software von hoher Qualität. Und genau darauf kommt es mir an.